Die 12. Winter-Paralympics in PyeongChang 2018

 

Im Auftrag des ÖSV durfte ich die Paralympic Sportler bei ihren Medaillenwettkämpfen zu den olympischen Spielen nach PyeongChang begleiten. Österreich war mit 13 Athleten in den Disziplinen Ski Alpin, Snowboard und Langlaufen vertreten. 

In den zwei Wochen meiner Betreuung standen im südkoreanischen Olympiadorf täglich Wettkämpfe und Trainingseinheiten auf dem Programm. Überall griff das Olympiafieber um sich! Strenge Sicherheitsauflagen und Kontrollen beherrschten unseren Tagesablauf. Der Vorteil dabei war, dass wir uns alle gut bewacht fühlten. 

Olympia bringt viele Energien mit sich. Diese galt es gemeinsam mit den Athleten zu bündeln, um einen nochmaligen Leistungsschub erzielen zu können. Seit dem Jahr 2015 betreue ich das Paralympic Team Austria und weiß aus meiner Erfahrung, dass die Parasportler genauso hart und intensiv trainieren, wie andere Leistungssportler auch. Damit die rot-weiß-roten Athleten ihre mentale Stärke in den verschiedenen Wettkampfsituationen optimal abrufen konnten, habe ich ihnen dabei geholfen vorhandene Blockaden im Kopf zu lösen. Die Sportler müssen auf Knopfdruck ihre Leistungen abrufen können und das ist unter Druck oftmals gar nicht so leicht. Jede noch so kleine Ablenkung kann im Wettkampf kostbare Zeit kosten. Und Zeit ist das wichtigste Kriterium und entscheidet über Sieg oder Niederlage. Mit einem Misserfolg muss der Leistungssportler auch erst lernen umzugehen. Dabei kann das richtige „Gewusst, wie“ (oder Know-How) das Leben um so vieles leichter machen. 

In einer fordernden, dafür umso schöneren Paralympischen Saison habe ich meinen Athleten eines immer zu vermitteln versucht: „Der Erfolg beginnt im Kopf“. Und ich bin stolz auf meine Schützlinge, die in PyeongChang ihre Leistungen abrufen konnten. Mein erstes Olympia war für mich nicht nur aufregend, sondern ist für mich zu einem unvergesslichen Sporthighlight in meiner Karriere (beruflichen Laufbahn) geworden.